Wie Margrit Messmer nach Manila kam….
Das unendlich grosse Elend in Drittwelt-Ländern, unter dem vor allem die Kinder zu leiden haben, hat Margrit Messmer bei ihren vielen Reisen stets tief berührt. Sie trat deshalb 1988 in den Stiftungsrat der «Kinderhilfe des Swissair-Personals» und flog 1989 erstmals nach Manila, um die Betreuung der Familien zu übernehmen. Seither besuchte sie das SOS-Kinderdorf zweimal jährlich. Daraus erwuchs der Wunsch nach noch mehr Eigeninitiative. In Angeles lernte sie die Ordensschwester Alexis kennen. Diese war schon viele Jahre in den Elendsvierteln tätig und hatte angefangen, Waisenkinder aufzunehmen. Sie waren nur notdürftig in einem alten Haus untergebracht und es mangelte an allem. Hier wollte sie unbedingt helfen.
Im November 1993 gründete Margrit Messmer die Stiftung «Alban Memorial Foundation» (Alban in Erinnerung an ihren überaus hilfsbereiten verstorbenen Vater) und sammelte privat Spendengelder. Noch im selben Jahr gelang es ihr, in Angeles City ein solides und zweckmässiges Haus mit genügend Land für Garten und Spielraum für die Kinder zu kaufen. Dieser Erfolg motivierte sie, um weitere Projekte zu entwickeln und zu unterstützen.
1995 konnte sie auf der Insel Marinduque ein Stück Land kaufen und startete ein Ernährungsprogramm für betagte Menschen, ein Ausbildunsprogramm für Jugendliche und leistete medizinische Hilfe vor Ort.
Im Jahre 2001 wurde ihr eine grosse Liegenschaft in Manila geschenkt. Damit ist ihr grösster Wunsch in Erfüllung gegangen, in Manila einen Sitz der Stiftung und eine Anlaufstelle für alle anderen Projekte zu haben. In Fairview entstand dann auch ein Kinderheim für Strassenkinder, Vollwaisen und Findelkinder.
Nach dem Besuch der bestehenden Projekte von Franziska und Andrea im Jahre 2002, begann die Unterstützung der beiden Schulen im Müllhaldengebiet Manilas. Mit Hilfe von Spenden konnte das bestehende Schulhaus vergrössert und um zwei Stockwerke erweitert werden.
2005 konnte Margrit Messmer in Bulacan eine kleine Farm mit Land kaufen. Das Haus wurde renoviert und die älteren Knaben aus dem Kinderheim in Manila konnten umziehen.
Franziska, Andrea, Corina und Irene besuchten die verschiedenen Projekte mehrmals und engagierten sich vor Ort und im Verein für die benachteiligten Menschen auf den Philippinen. Margrit Messmer übergab nach und nach einen grossen Teil ihrer Aufgaben an die weiteren Vereinsmitglieder.
Im Januar 2017 starb Margrit Messmer nach langer Krankheit und hinterliess eine grosse Lücke im Verein. Ihr grossartiges Schaffen, ihr unermüdliches Engagement und ihr Vertrauen in das Gute im Menschen gab dem Vorstand Kraft und Zuversicht, um die Projekte in ihrem Sinne weiterzuführen.








